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Wie einfach es sein kann, Kinderpornos aus dem Netz zu tilgen, bewies Anfang März die Kinderschutzorganisation CareChild. Sie suchte sich aus einer im Internet aufgetauchten dänischen Sperrliste zwanzig Webadressen aus den USA, den Niederlanden, Südkorea, Portugal und England heraus, ermittelte die Provider und schrieb sie per E-Mail mit der Bitte an, die fraglichen Inhalte zu entfernen. Die Provider reagierten zügig. Bereits nach einem Tag waren sechzehn Webseiten abgeschaltet.

Dieses Ergebnis sei „beschämend“ für die deutsche Politik, sagt CareChild. Dass Webseiten mit illegalen Inhalten „so leicht und mit derart geringem Aufwand aus dem Netz zu fegen sind, sollte nachdenklich stimmen.“ Denn schon eine „Handvoll Polizeibeamter“ reiche aus, „um die dänische Sperrliste mit ihren 3500 Einträgen innerhalb nur eines Monats um die Hälfte schrumpfen zu lassen“, rechnet die Kinderschutzorganisation vor.

heute.de – Kinderpornografie: Täter verfolgen statt Seiten sperren

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